Rauchfangkehrer schwarze Zunftkleidung

Rauchfangkehrer in schwarzer Zunftkleidung bei der Arbeit

Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte hinter der traditionellen Rauchfangkehrer-Zunftkleidung

Man hat sofort ein bestimmtes Bild im Kopf, wenn man an einen Rauchfangkehrer denkt:

Schwarze Kleidung, goldene Knöpfe, ein weißes Halstuch, ein Zylinder und oft denkt man auch an Glücksbringer. (Mehr darüber finden Sie in unserem Blogbeitrag „Der Rauchfangkehrer als Glücksbringer“)

Doch woher kommt die berühmte Zunftkleidung und warum tragen Rauchfangkehrer traditionell Schwarz?
Die Antwort liegt viele Jahrhunderte zurück und hat mehr mit Sicherheit, Handwerk und Tradition zu tun, als viele vermuten würden.

Schwarze Kleidung hatte früher einen praktischen Grund

Die Arbeit des Rauchfangkehrers war früher noch schmutziger als heute, denn es wurde fast ausschließlich mit Holz oder Kohle geheizt.
Dabei entstanden größere Mengen an Ruß, Asche und Schmutz als heute.

Helle Kleidung wäre nach der ersten Kehrung bereits sichtbar verschmutzt gewesen, deshalb hatte die schwarze Kleidung einfach Vorteile:

  • Ruß und Verschmutzungen waren weniger sichtbar
  • die Kleidung musste nicht ständig ersetzt werden und sie wurde sowieso ständig schwarz
  • Dunkle, robuste Stoffe boten Schutz und Haltbarkeit für die tägliche Arbeit auf Dächern

Dadurch wurde die Farbe Schwarz über Generationen hinweg zum typischen Erkennungsmerkmal des Berufs, da sie die praktischste Arbeitsfarbe war.

Bereits im 18. und 19. Jahrhundert trugen viele Rauchfangkehrer die dunkle, schwere Kleidung um sich vor Schmutz und Hitze zu schützen.
Häufig wurden auch gebrauchte, dunkle Kleidungsstücke weiterverwendet, da robuste Arbeitskleidung damals teuer war.
Daraus wurde mit der Zeit eine Art „Uniform“ des Handwerks und dieses Aussehen blieb erhalten, weil es stark mit der Identität der Zunft verbunden ist.

Die rußige, dunkle Erscheinung eines Rauchfangkehrers wirkte früher geheimnisvoll – manche glaubten sogar, er könne böse Geister vertreiben. Daraus entwickelte sich mit der Zeit auch der Glaube, dass Rauchfangkehrer Glück bringen.

Warum sind die Knöpfe des Rauchfangkehrers golden?

Auch die auffälligen goldenen Knöpfe gehören traditionell zur Zunftkleidung eines Rauchfangkehrers.

Früher gehörten sie zur Kleidung vieler Handwerksberufe und standen für Stolz, Ordnung und Zugehörigkeit zum Handwerk.
Beim Rauchfangkehrer entwickelten sie sich zu einem festen Bestandteil der Berufsbekleidung und symbolisieren bis heute das traditionsreiche Handwerk.

Der starke Farbkontrast zwischen der schwarzen Kleidung und den goldenen Knöpfen macht sie zu einem Erkennungs- und Statusmerkmal der Zunft, da dadurch der Rauchfangkehrer sofort erkannt wird.

Heute gelten sie ebenfalls als Glücksbringer, denn der Volksglaube besagt: Wer die goldenen Knöpfe eines Rauchfangkehrers berührt, dem bringt das Glück.

Manche Uniformen haben sogar eine bestimmte Anzahl an Knöpfen (zum Beispiel 13), die ebenfalls mit Glück in Verbindung gebracht werden.

Die goldenen Knöpfe der Zunftkleidung haben keine technische Funktion, sondern stehen für Tradition, Symbolik und ein kleines bisschen Aberglaube.

Warum gehört der Zylinder zum Rauchfangkehrer?

Der Zylinder hat ebenfalls eine lange Geschichte und gehört bis heute zum typischen Erscheinungsbild vieler Rauchfangkehrer.
Früher hatte auch er einen praktischen Nutzen:

Beim Arbeiten in engen Rauchfängen und auf Dächern schützte er den Kopf vor Schmutz, Ruß, kleineren Stößen und im Sommer vor der Sonne.
Teilweise diente er als Aufbewahrungsort für kleine Dinge oder Essen, wenn es an Taschen fehlte.
Gleichzeitig war und ist er ein Teil der festlichen Zunftkleidung und zeigt den Stolz auf das Handwerk.

Im 18. und 19. Jahrhundert galt er als vornehmer Hut und wurde Ende des 18. Jahrhunderts zur typischen Kopfbedeckung des Bürgertums.
Die Rauchfangkehrer übernahmen also eine damals angesehene und moderne Mode um ihren Kopf zu schützen.

Er galt als Privileg und Ehrenzeichen und machte Mitglieder der eigenen Zunft auf den ersten Blick erkennbar.

Heute wird der Zylinder vor allem bei besonderen Anlässen, traditionellen Veranstaltungen oder als Zeichen der Handwerkstradition getragen. Unser Seniorchef Robert Lenk trug ihn allerdings auch gerne und oft während der Arbeit.

Traditionell wird der Zylinder vor allem von Meistern und Gesellen getragen, Lehrlinge tragen den Zylinder erst, wenn sie ihre Gesellenprüfung bestanden haben.

Moderne Technik – aber die Tradition bleibt

Auch wenn Rauchfangkehrer heute mit moderner Messtechnik, Kamerasystemen und neuen Heiztechnologien arbeiten, ist die traditionelle Kleidung bis heute ein wichtiger Teil des Berufsbildes geblieben.

Sie steht für:

  • Vertrauen,
  • Erfahrung,
  • Handwerk,
  • Sicherheit,
  • Tradition
  • sowie die lange Geschichte des Berufs.

Gerade in einem traditionellen Familienbetrieb wie unserem ist diese Verbindung aus modernem Arbeiten und gelebtem Handwerk besonders wichtig.

Tradition trifft moderne Sicherheit

Heute kümmern wir uns nicht nur um klassische Kehrungen, sondern auch um:

 

Die Aufgabe ist jedoch dieselbe geblieben, für Sicherheit sorgen und Probleme verhindern, bevor sie entstehen.

Oder wie wir gerne sagen:

Ihr Rundum-Sorglos-Rauchfangkehrer in Villach & Villach-Land – wir kümmern uns, damit Sie sich um nichts kümmern müssen.

Fazit

Die traditionelle Rauchfangkehrer-Zunftkleidung ist weit mehr als nur ein altes Berufsgewand.

Sie erzählt die Geschichte eines Handwerks, das seit Jahrhunderten für Sicherheit, Vertrauen und Verantwortung steht.

Und auch wenn heute vieles moderner geworden ist, bleibt eines gleich:
Der Rauchfangkehrer kümmert sich darum, dass Ihr Zuhause sicher geheizt werden kann.

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