Geschichtliches

» Wie das heutige Berufsbild entstand «

  

Ursprünglich gab es nur offene Feuerstellen, der Rauch entwich durch Giebelluken. Dadurch entstanden häufig Brände. Also erfand man den Rauchabzug. Seit dieser Zeit gibt es den Beruf des Rauchfangkehrers.

In großen Städten wurden die Kehrarbeiten von Kindern durchgeführt, da diese leichter durch die engen Kamine kriechen konnten. Dort stützten sie sich mit Rücken und Füßen an den Innenwänden des Kamins ab und schabten während des Kletterns den Ruß ab.
Diese Kinder führten ein elendes Leben, hatten wenig zu essen, keine ausreichende Kleidung, waren in keiner Weise vor Unfällen geschützt und nach einem solchen oft zu einem Bettlerdasein verurteilt.

Bei uns in Kärnten fegten wandernde Gesellen aus dem italienischen Raum. Hier gab es früher so genannte "schwarze Küchen", in denen der Rauch durch einen auf der Decke aufgesetzten Kamin abzog. Da stieg der Rauchfangkehrer mit einer kurzen Leiter ein und erledigte seine Arbeit, wobei zu bemerken ist, dass sich dort für heute unvorstellbare Mengen an Ruß ausgebreitet haben!

Im Mittelalter sorgten Hausbrände dafür, dass teilweise ganze Stadtviertel oder Dörfer in Schutt und Asche gelegt wurden. Die Ursache dafür war sehr oft die mangelhafte Reinigung der Rauchabzüge der damals noch offenen Feuerstätten.
Bald erkannte man, dass die regelmäßige Reinigung der Fänge dem Brandschutz dient und übertrug dem Rauchfangkehrer den gesetzlichen Auftrag der regelmäßigen Kehrungen. Das war der Anfang der Kehrpflicht.

Zu Maria Theresias Zeit wurden Rauchfangkehrer vom Kriegsdienst befreit, um in der Heimat das Hab und Gut der Bevölkerung vor Bränden zu schützen.

Auch heute noch gibt es die Kehrpflicht und trotz der modernen Heizungsanlagen kommt es immer wieder zu Bränden, die von Kaminen und Heizungen ausgehen, die nicht regelmäßig gereinigt werden. Aber die Arbeitsbedingungen der Gesellen - und vor allem der Lehrlinge - haben sich natürlich gründlich geändert.

Der Rauchfangkehrer hat heute vielfältige Aufgaben zu erfüllen. So sind die Zeiten lange vorbei, als der Rauchfangkehrer ausschließlich für die Reinigung der Fänge zuständig war.

Ausbildung: Die Lehrzeit beträgt drei Jahre. Sie besteht aus der praktischen Ausbildung im Betrieb und der theoretischen in der Berufsschule. Nachdem die Berufsschule in Villach geschlossen hat, absolvieren die Lehrlinge diesen Teil in Murau. Dort genießen sie eine erstklassige Ausbildung.

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